All articles
SelbstständigkeitNovember 14, 2025

Praxisübernahme statt Neugründung: Chancen, Risiken & Erfolgsfaktoren

  • Praxisübernahme
  • Physiotherapiepraxis
  • Existenzgründung
  • Neugründung
  • Selbstständigkeit Physiotherapie
  • Praxisbewertung
  • Finanzierung Praxisübernahme
  • Heilmittelbranche
  • Physiotherapie Management
  • Betriebsübergang
  • Mitarbeiterführung
  • Praxisführung
  • Gesundheitswirtschaft
  • KfW Förderung
  • Medizinrecht
  • Praxisverkauf
  • Praxisorganisation
  • Digitalisierung Physiotherapie
  • Praxismarketing

Inhaltsverzeichnis 

  1. Einleitung: Warum die Praxisübernahme immer beliebter wird 

  2. Praxisübernahme vs. Neugründung

  3. Die größten Vorteile einer Übernahme 

  4. Risiken, die du kennen solltest 

  5. Praxisbewertung: Was eine Physiotherapiepraxis wirklich wert ist 

  6. Finanzierung und Fördermöglichkeiten 

  7. Rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen 

  8. Der Ablauf einer Praxisübernahme Schritt für Schritt 

  9. Erfolgsfaktoren erfolgreicher Übernehmer:innen 

  10. Kommunikation und Führung: Der Faktor Mensch 

  11. Typische Fehler und wie du sie vermeidest 

  12. Mitarbeitende, Patient:innen und Reputation 

  13. Wann eine Neugründung die bessere Option ist 

  14. Häufige Fragen (FAQ) 

  15. Fazit: Mit Strategie und Verantwortung in die Selbstständigkeit 

 

1. Einleitung: Warum die Praxisübernahme immer beliebter wird 

In der deutschen Physiotherapielandschaft findet ein Generationenwechsel statt. Viele Praxisinhaber:innen, die ihre Betriebe in den 1980er- und 1990er-Jahren aufgebaut haben, nähern sich dem Ruhestand. Gleichzeitig wächst die Zahl junger Therapeut:innen, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen wollen. Diese Konstellation sorgt dafür, dass die Praxisübernahme als Weg in die Selbstständigkeit zunehmend attraktiver wird. 

Eine Übernahme bietet die Möglichkeit, auf eine bestehende Struktur aufzubauen, statt von Grund auf neu zu beginnen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Eine eingeführte Praxis mit stabilem Patientenstamm, eingespieltem Team und vorhandener Infrastruktur spart Zeit und senkt das Risiko, das mit einer Neugründung einhergeht. 

Doch auch hier gilt: Eine erfolgreiche Praxisübernahme verlangt sorgfältige Planung, betriebswirtschaftliches Verständnis und soziale Kompetenz. 

 

2. Praxisübernahme vs. Neugründung 

Während eine Neugründung maximale Gestaltungsfreiheit bietet, beginnt sie buchstäblich bei null. Standortsuche, Mietverträge, Geräteleasing, Personalgewinnung, Marketing und Kassenzulassung, alles muss neu aufgebaut werden. 

Bei einer Praxisübernahme dagegen trittst du in eine bestehende Struktur ein. Du übernimmst Räume, Patienten, Mitarbeitende und Reputation. Der Start erfolgt sofort mit laufendem Umsatz, dafür aber in einem System, das nicht vollständig von dir gestaltet wurde. 

Die Entscheidung zwischen beiden Wegen hängt stark von deinen Zielen, deiner Risikobereitschaft und deiner finanziellen Ausgangslage ab. 

Eine Übernahme ist häufig der effizientere Weg, wenn du innerhalb eines Jahres in die Selbstständigkeit starten und ein bestehendes wirtschaftliches Fundament nutzen möchtest. 

 

3. Die größten Vorteile einer Übernahme 

Die Vorteile einer Praxisübernahme sind vielfältig. Am offensichtlichsten ist die Zeitersparnis: 

Der Praxisbetrieb läuft weiter, während du dich einarbeitest. Dadurch bleibt der Umsatz stabil, und die Patient:innenversorgung wird nicht unterbrochen. 

Auch die bestehende Infrastruktur ist ein großer Pluspunkt. Du übernimmst nicht nur Räume und Ausstattung, sondern auch erprobte Abläufe, Abrechnungssysteme und oftmals ein motiviertes Team. 

Ein weiterer Vorteil ist die bessere Planbarkeit. Auf Basis der bisherigen betriebswirtschaftlichen Auswertungen (BWA) lässt sich der erwartbare Umsatz realistisch einschätzen. Dadurch ist auch die Finanzierung leichter, Banken sehen in einem bestehenden Betrieb ein geringeres Risiko als bei einer Neugründung. 

Darüber hinaus profitierst du von einem eingeführten Namen und bestehenden ärztlichen Kontakten, die in der Physiotherapie eine entscheidende Rolle spielen. 

 

4. Risiken, die du kennen solltest 

So vorteilhaft eine Übernahme sein kann, sie birgt auch Risiken. 

Zu den häufigsten gehören überhöhte Kaufpreise, die auf emotionalen Wertvorstellungen der bisherigen Inhaber:innen basieren. Ohne professionelle Bewertung kann das schnell zu finanziellen Schwierigkeiten führen. 

Ebenfalls problematisch sind versteckte Verpflichtungen wie alte Leasingverträge, steuerliche Rückstände oder hohe Mietverpflichtungen. Diese müssen im Rahmen einer gründlichen Due-Diligence-Prüfung erkannt werden. 

Darüber hinaus ist der Faktor Mensch nicht zu unterschätzen. Mitarbeitende, die seit Jahren mit der bisherigen Leitung verbunden sind, müssen Vertrauen in dich als Nachfolger:in aufbauen. Wenn dieser Übergang nicht sensibel gestaltet wird, kann das zu Spannungen im Team und zu Fluktuation führen. 

Auch die Patient:innenbindung kann leiden, wenn die Übernahme nicht klar kommuniziert wird. Ein sorgfältiger Übergangsprozess, in dem die bisherige Inhaberin oder der bisherige Inhaber dich aktiv einführt, ist daher Gold wert. 

 

5. Praxisbewertung: Was eine Physiotherapiepraxis wirklich wert ist 

Der Kaufpreis einer Physiotherapiepraxis variiert stark, je nach Lage, Größe und Ertragslage. Laut dem Existenzgründungsportal des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) liegt der Durchschnittspreis in Deutschland zwischen 30.000 und 150.000 Euro. 

Die Bewertung erfolgt in der Regel nach dem Ertragswertverfahren. Dabei wird ermittelt, wie viel Gewinn die Praxis unter normalen Bedingungen in den nächsten Jahren erwirtschaften kann. Faktoren wie Patientenstruktur, Mietkosten, Geräteausstattung, Reputation und Personalbindung spielen ebenfalls eine Rolle. 

Ein objektives Praxiswertgutachten ist unverzichtbar, um Über- oder Unterbewertungen zu vermeiden. Seriöse Gutachten berücksichtigen mindestens die letzten drei Geschäftsjahre und kalkulieren zukünftige Ertragsprognosen. 

Zusätzlich solltest du Investitionen in Modernisierung, Digitalisierung oder Renovierung einkalkulieren – erfahrungsgemäß rund 10 bis 20 Prozent des Kaufpreises. 

 

6. Finanzierung und Fördermöglichkeiten 

Für Praxisübernahmen gibt es eine Vielzahl von Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten, die speziell für Heilberufe konzipiert sind. 

Die KfW-Bank bietet mit dem Unternehmerkredit (Programm 037/047) zinsgünstige Darlehen für Nachfolger:innen, während der ERP-Gründerkredit – StartGeld bis zu 125.000 Euro mit Haftungsfreistellung ermöglicht. 

Darüber hinaus unterstützen viele Bundesländer über ihre Landesförderbanken (z. B. L-Bank, NRW.bank, WIBank) den Erwerb bestehender Praxen mit Zuschüssen oder zinsgünstigen Krediten. 

Auch die Agentur für Arbeit fördert Praxisübernahmen über den Existenzgründungszuschuss, wenn du aus einem Angestelltenverhältnis in die Selbstständigkeit wechselst. 

Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist der Businessplan. Er sollte nicht nur den Kaufpreis und die Finanzierung erläutern, sondern auch zeigen, wie du die Praxis zukünftig positionieren willst, etwa durch Spezialisierung, Digitalisierung oder neue Kooperationen. 

 

7. Rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen 

Eine Praxisübernahme ist juristisch gesehen ein Betriebsübergang. Dabei gehst du als neue:r Inhaber:in eine Reihe rechtlicher Verpflichtungen ein. 

Wichtig ist § 613a BGB, der besagt, dass bestehende Arbeitsverhältnisse automatisch übergehen. Mitarbeitende behalten also ihre bisherigen Rechte, Gehälter und Urlaubsansprüche. 

Auch Patientendaten dürfen nur im Rahmen der Praxisfortführung übernommen werden, hier greifen die Datenschutzbestimmungen der DSGVO. Der Mietvertrag sollte ebenfalls sorgfältig geprüft und auf deinen Namen übertragen werden. 

Nicht zuletzt ist die Kassenzulassung entscheidend: Ohne diese kannst du keine Leistungen mit gesetzlichen Krankenkassen abrechnen. Die Übertragung erfolgt über die zuständige Arbeitsgemeinschaft Heilmittelzulassung (ARGE). 

Eine rechtliche Begleitung durch eine:n Fachanwalt:in für Medizinrecht ist dringend empfehlenswert, um Haftungsrisiken zu vermeiden. 

 

8. Der Ablauf einer Praxisübernahme Schritt für Schritt 

Der Weg zur erfolgreichen Übernahme besteht aus mehreren Phasen. 

Am Anfang steht die Kontaktaufnahme und die Unterzeichnung einer Vertraulichkeitsvereinbarung. Danach folgt die Einsicht in betriebswirtschaftliche Unterlagen, darunter BWA, Steuererklärungen, Mietverträge und Personalübersichten. 

Im nächsten Schritt wird der Praxiswert ermittelt, idealerweise durch eine unabhängige Bewertung. Anschließend folgt die Finanzierungszusage durch Bank oder Förderstelle. 

Der eigentliche Kaufvertrag regelt alle Details: Kaufpreis, Zahlungsmodalitäten, Inventar, Übergabezeitraum, Gewährleistung und Konkurrenzschutz. 

Die Übergabephase ist entscheidend für den langfristigen Erfolg. In dieser Zeit sollte der oder die bisherige Inhaber:in dich in Abläufe, Patientenkommunikation und Teamführung einführen, um Kontinuität zu gewährleisten. 

 

9. Erfolgsfaktoren erfolgreicher Übernehmer:innen 

Erfolgreiche Praxisübernahmen basieren auf drei Säulen: Fachkompetenz, Organisation und Empathie. 

Wer als Therapeut:in überzeugt, aber auch unternehmerisch denkt, legt den Grundstein für eine stabile Zukunft. 

Ein klarer Plan für die ersten Monate ist entscheidend: Welche Prozesse bleiben, welche werden angepasst? Welche Investitionen stehen an? Und wie kommunizierst du die Veränderungen nach innen und außen? 

Auch die digitale Transformation spielt eine immer größere Rolle. Praxen, die Online-Terminbuchung, moderne Dokumentationssoftware und digitale Patientenkommunikation nutzen, steigern Effizienz und Patientenzufriedenheit messbar. 

 

10. Kommunikation und Führung: Der Faktor Mensch 

Der Erfolg einer Praxisübernahme hängt nicht allein von Zahlen oder Verträgen ab, sondern in hohem Maß von der Art, wie der Übergang kommuniziert und geführt wird. Eine Physiotherapiepraxis ist kein anonymer Betrieb, denn sie lebt von Beziehungen, Routinen und Vertrauen. Wenn Inhaber:innen wechseln, müssen sich Patient:innen und Mitarbeitende darauf verlassen können, dass die bewährte Qualität bestehen bleibt. 

Deshalb ist eine offene, ehrliche und respektvolle Kommunikation der Schlüssel. 

Vor der Übernahme sollte das Team über die geplanten Veränderungen informiert werden, am besten in einem persönlichen Gespräch oder Teammeeting. Ein Übergangsbrief oder ein Aushang für Patient:innen hilft, Missverständnisse zu vermeiden. Darin kann die bisherige Leitung die neue Person vorstellen, den Wechsel erklären und gleichzeitig bestätigen, dass die Versorgung unverändert weitergeführt wird. Ein gutes Übernahmemanagement bedeutet außerdem, nicht alles sofort zu verändern. Die ersten Wochen sollten vor allem dem Zuhören, Beobachten und Verstehen dienen. Erst danach sollten neue Konzepte umgesetzt werden. 

So entsteht Vertrauen, und das Team bleibt motiviert. 

 

11. Typische Fehler und wie du sie vermeidest 

Fehler bei Praxisübernahmen entstehen häufig durch Zeitdruck oder emotionale Entscheidungen. 

Ein klassischer Fall ist der voreilige Vertragsabschluss ohne umfassende Prüfung. Wer sich von der Begeisterung leiten lässt und auf Gutachten verzichtet, riskiert, Altlasten zu übernehmen, die erst später sichtbar werden. 

Auch überoptimistische Umsatzprognosen sind gefährlich. Selbst wenn eine Praxis in der Vergangenheit erfolgreich war, kann der Umsatz nach einem Inhaberwechsel kurzfristig sinken. Deshalb sollten die ersten sechs bis zwölf Monate als Eingewöhnungs- und Übergangszeit geplant werden. 

Ein weiterer Fehler ist mangelnde Kommunikation mit dem Personal. Wenn Mitarbeitende erst nach der Vertragsunterzeichnung erfahren, dass die Praxis verkauft wird, kann das zu Unsicherheit und Kündigungen führen. Ebenso problematisch sind zu schnelle Veränderungen an Prozessen, Software oder Teamstrukturen. Ein gut geplanter, schrittweiser Übergang ist immer die bessere Strategie. 

Nicht zuletzt kommt es darauf an, ausreichend Rücklagen zu bilden. Expert:innen empfehlen, mindestens drei Monatsumsätze als Liquiditätspuffer einzuplanen, um unvorhergesehene Kosten oder Umsatzeinbrüche abzufangen. 

 

12. Mitarbeitende, Patient:innen und Reputation 

Die Stärke einer Physiotherapiepraxis liegt nicht allein in ihren Räumen oder Geräten, sondern in den Menschen, die sie tragen. 

Mitarbeitende sind das Fundament des Erfolgs, denn sie prägen den Alltag, die Behandlungsqualität und die Beziehung zu den Patient:innen. Eine gelungene Übernahme respektiert diese gewachsenen Strukturen. 

Wer als neue:r Inhaber:in authentisch auftritt, Interesse zeigt und Wertschätzung ausdrückt, wird meist schnell akzeptiert. Viele Nachfolger:innen führen in den ersten Wochen Einzelgespräche mit allen Teammitgliedern, um Erwartungen, Wünsche und Sorgen zu verstehen. 

Auch nach außen ist Vertrauen entscheidend. Patient:innen sollten klar informiert werden, dass ihre Therapie fortgesetzt wird, und die neuen Verantwortlichen vorgestellt bekommen. Eine Übergangszeit, in der alte und neue Leitung gemeinsam sichtbar sind, erleichtert die Akzeptanz erheblich. 

Die Reputation einer Praxis ist ein wertvolles Kapital. Online-Bewertungen, lokale Bekanntheit und Kooperationen mit Ärzt:innen oder Kliniken sind oft über Jahre gewachsen. Wer diesen guten Ruf pflegt, aber gleichzeitig modernisiert, etwa durch eine aktualisierte Website oder digitale Buchungsmöglichkeiten –, sichert langfristig den Erfolg. 

 

13. Wann eine Neugründung die bessere Option ist 

Trotz der vielen Vorteile einer Übernahme kann in manchen Fällen eine Neugründung der passendere Weg sein. 

Das gilt insbesondere dann, wenn du ein neues Praxiskonzept umsetzen möchtest, das sich mit bestehenden Strukturen schwer vereinbaren lässt, etwa ein Schwerpunkt auf Sportphysiotherapie, Teletherapie oder betriebliche Gesundheitsförderung. 

Auch in Regionen mit hohen Übernahmepreisen kann eine Neugründung wirtschaftlich sinnvoller sein. In solchen Fällen lassen sich Standort, Ausstattung und Teamstruktur von Beginn an optimal auf die eigenen Ziele abstimmen. 

Allerdings sollte man den höheren Aufwand nicht unterschätzen. Die vollständige Zulassung, Anschaffung der Ausstattung, Personalakquise und der Aufbau eines Patientenstamms können leicht 12 bis 18 Monate dauern. Die Kosten sind häufig höher, und die Gewinnzone wird später erreicht. 

Eine Neugründung ist also kein leichterer, sondern ein anderer Weg für Therapeut:innen mit Vision, Ausdauer und der Bereitschaft, ein neues System von Grund auf zu entwickeln. 

 

14. Häufige Fragen (FAQ) 

1. Wie finde ich eine Praxis, die zum Verkauf steht? 

Praxisübernahmen werden häufig über Fachverbände, Makler:innen für Heilberufe, Branchennetzwerke oder Onlineportale vermittelt. Es lohnt sich außerdem, aktiv im regionalen Kolleg:innenkreis nachzufragen. 

2. Wie lange dauert eine Übernahme in der Regel? 

Von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Übergabe vergehen im Durchschnitt drei bis sechs Monate. Komplexe Verhandlungen oder Finanzierungsprozesse können diese Zeit verlängern. 

3. Was kostet eine Praxisübernahme? 

Der Kaufpreis liegt laut BMWK meist zwischen 30.000 und 150.000 Euro, abhängig von Standort, Größe und Ausstattung. 

4. Was passiert mit dem Personal? 

Nach § 613a BGB werden Arbeitsverhältnisse automatisch übernommen. Mitarbeitende behalten also ihre bisherigen Rechte und Konditionen. 

5. Muss ich selbst Physiotherapeut:in sein, um eine Praxis zu übernehmen? 

Ja. Für die Kassenzulassung ist die Berufserlaubnis zwingend erforderlich. 

6. Wie sicher ist eine Übernahme finanziell? 

Übernahmen gelten bei Banken als weniger riskant als Neugründungen, weil bereits Umsatz- und Kostenstrukturen vorliegen. Trotzdem ist ein professionelles Gutachten unverzichtbar. 

7. Wann lohnt sich eine Neugründung mehr? 

Wenn du ein spezielles, innovatives Konzept planst oder in einer Region mit überdurchschnittlich hohen Kaufpreisen arbeitest, kann die Neugründung langfristig die bessere Lösung sein. 

 

15. Fazit: Mit Strategie und Verantwortung in die Selbstständigkeit 

Die Übernahme einer Physiotherapiepraxis ist kein bloßer Eigentümerwechsel, sie ist ein komplexer Prozess aus wirtschaftlichen, juristischen und menschlichen Entscheidungen. 

Sie verlangt analytisches Denken, aber ebenso Einfühlungsvermögen und kommunikatives Geschick. 

Wer sich frühzeitig informiert, erfahrene Berater:innen einbindet und die Übergangsphase aktiv gestaltet, hat beste Chancen auf einen erfolgreichen Start. Eine gut vorbereitete Übernahme spart nicht nur Zeit und Kosten, sondern bewahrt auch gewachsene Strukturen und schafft Vertrauen bei Patient:innen, Mitarbeitenden und Kooperationspartnern. 

Gleichzeitig bietet sie die Möglichkeit, Bewährtes zu erhalten und dennoch neue Impulse zu setzen. Moderne Konzepte wie digitale Terminverwaltung, evidenzbasierte Therapiestrategien oder spezialisierte Leistungsangebote können eine übernommene Praxis weiter stärken. 

Kurz gesagt: Eine Praxisübernahme ist dann erfolgreich, wenn sie nicht als bloßer Kauf verstanden wird, sondern als Fortführung und Weiterentwicklung einer bestehenden Idee. Mit der richtigen Vorbereitung, einem klaren Konzept und einem offenen Umgang mit allen Beteiligten wird sie zum nachhaltigen Fundament für eine selbstständige und erfüllende Karriere in der Physiotherapie. 

 

Instagram: https://www.instagram.com/reel/DRCHXP8iHfc/?utm_source=ig_web_copy_link&igsh=MzRlODBiNWFlZA==

TikTok: https://www.tiktok.com/@physiopoly/video/7572522524697758998?is_from_webapp=1&sender_device=pc&web_id=7506602434896332310